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Onlinepräsenz | Oder: Vom „glauben zu müssen“ und vom „wollen und dürfen“

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Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaue ich auf 2016 und den dazugehörigen fotografischen Weg meinerseits zurück. Zuviel habe ich ausprobiert, um einen Weg einzuschlagen, den viele einschlagen (möchten). Zuviel habe ich mich von aussen beeinflussen lassen, was die Online-Präsenz angeht. Zuviel hab ich einfach nicht mein Ding gemacht.

Unglaublich tolle Momente haben mein Herz zum Leuchten gebracht. Keine Frage. Diese positiven Augenblicke gab es. Und darüber bin ich froh. Aber mein grosses Résumé beinhaltet vor allem die Erkenntnis, dass ich rund 50 % des Jahres 2016 nicht meinen Weg gegangen bin, was die Fotografie angeht.

Januar 2017. Das Herz ist wieder da, wo es hinsoll. Die Augen sehen wieder vieles mehr, als nur den eingeschränkten Bereich auf Facebook und Instagram. Mir wurde die grossartige Möglichkeit gegeben, auf 500px für diesen Monat Gasteditor zu sein. Dadurch habe ich mich mit so viel inspirierendem Bildmaterial befasst, gefühlte Millionen Portfolios durchgesehen und immer wieder gemerkt, dass genau DAS gut tut. Auch die Erkenntnis, dass ich z.B. einfach keine Serien bearbeiten kann (und will). Für mich ist jedes einzelne Bild individuell. Ein Versuch war es wert – funktioniert hat es nicht. Es tut gut, wieder zu fühlen, was sich richtig anfühlt und was sich „nur für aussen“ anfühlt. Mit Farben spielen. Was auch immer für ein Material ins Gesicht klatschen. Schatten und Licht wirken lassen. Das liegt mir.

Das ist nicht kommerziell. Und genau dies musste ich erstmal schlucken in den letzten Monaten. Ich mache keine kommerzielle Fotografie. Ich biete keine Workshops an. Ich mache keine Coachings. Ob ich weiterhin Auftragsfotografie im Bereich Einzelportraits anbieten werde – die Frage stellt sich mir im Moment. Und darauf hab ich noch keine Antwort.

2016 hat mir gezeigt, dass ich völlig darin aufgehe, wenn ich mit anderen Künstlern arbeite. Die Reihen, die ich für den Autoren Tobi Katze und die Band „Love Sees No Color“ machen durfte sowie die ganzen Buchcover-Geschichten von Martina Noble und Werner Diefenthal. Die haben mich zu 100 % spüren lassen, was ich gerne möchte und wohin mein Weg mich vielleicht führt. Alle diese Shootings haben stattgefunden mit der vorangegangenen Aussage: „Sandra, mach einfach. Wir wollen nicht das, was vielleicht perfekt ist. Wir wollen das, was du siehst. Wir wollen Deine Bilder.“

Und dann hab ich gemacht. Zeigen kann ich von den Reihen „Tobi Katze“ und „LSNC“ noch nichts. Aber irgendwann. Im Laufe von 2017. Und da freu ich mich drauf. Denn DAS ist genau das, was ich auch weiterhin tun möchte. Wohin mich der Weg dieses Jahr führt wird sich zeigen. Im Moment ist alles offen. Nur eines weiss ich – ich werde mich nicht mehr verbiegen. Für kein Geld und für keine Klickzahlen….

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This Post Has One Comment:
  • Christina says:Januar 28, 2017 at 20:11

    Ich bin so gespannt auf Deine neuen Werke und vor allem welchen kreativen Ideen Du nun auf DEINEM Weg den Raum gibst zu entstehen.
    Mach weiter so! :*
    Liebe Grüße
    Christina

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