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Von der Inspirationssuche und dem Finden DER Bilder (500px Gast-Editor)

DSC_4492

DSC_4492Die E-Mail von Alejandro, Mitglied des 500px-Teams,  erreicht mich Mitte Dezember 2016. Alles in Englisch. Grandios, denk ich mir.
Hab ca. 50 % davon verstanden. Den Rest hab ich mir mit dem Google-Übersetzer und diversen Suchanfragen im Netz zu Übersetzungen von – in meinen Ohren – merkwürdig klingenden englischen Worten, zusammengesetzt. Puzzles hab ich schon immer gemocht. 😉

So in der Kürze war die Aussage: „Wir finden deine Bilder geil und sehen, dass du regelmäßig sehr aktiv bist auf 500px. Bock, mal ein wenig Gast-Editor zu spielen?“
Ich gebe zu, dass ich da nicht groß drüber nachgedacht habe, sondern einfach mal zurückgeschrieben hab, dass ich mir das durchaus vorstellen kann und ich da tatsächlich Lust drauf hätte. Aber dann – dann ging es erst los. Und damit hatte ich nicht gerechnet.

In der zweiten E-Mail von Alejandro kam dann ein „yeah, nice!“ und die Bitte, dass ich mich doch vorstellen möge, meine Inspirationsquellen und Lieblingsfotografen nennen soll und ein wenig etwas über meine Fotografie und meine Bilder erzählen möchte. In ENGLISCH – wohlgemerkt. Ich erwähne jetzt nicht nochmal, dass ins Englische zu übersetzen mir schwerer fällt, als vom Englischen zurück ins Deutsche. Gesagt, getan – wäre hier arg übertrieben. Aber mit viel Geduld und viel positivem Denken hab ich 4 Tage später sowas wie einen wohlklingenden Text mit Verlinkungen zu zwei Lieblingsfotografen sowie ein paar Worten zu mir und meinem Kram, den ich da so fabriziere, an Alejandro geschickt.

Und dann kamen die Regeln: Mindestens 8 Bilder pro Tag, möglichst von immer verschiedenen Künstlern, kein Akt, keine Erotik, möglichst ausdrucksstark. Auf meine Frage hin, was – wenn ich es mal nicht packe, mich solange an den Rechner zu hängen – kam die Antwort: Also mindestens 3 müssen es täglich sein…

Der Blogeintrag über die ISO von 500px folgte und ich wurde überflutet von E-Mails, Freundschaftsanfragen, Nachrichten auf Facebook und Instagram und noch mehr E-Mails. Der absolute Wahnsinn. Tagelang bin ich hinterhergehinkt, um alle Nachrichten zu beantworten und den einzelnen Wünschen nachzukommen.

Und nun schreiben wir Februar und ein Monat voller Bilder und voller Inspirationen, voller Neuentdeckungen von Fotografen und neuen Ideen in meinem Kopf, voller Zufriedenheit und Dankbarkeit für diese Möglichkeit liegt hinter mir. Es war zeitweise super anstrengend. Eigentlich willste nur noch auf die Couch nach nem vollen Tag. Ah ne, da war ja noch was. 500px. Also ganz oft noch „eben“ den Lappie geschnappt und rumgewuselt auf der Plattform. Immer darauf bedacht, keinen Künstler zweimal zu nehmen, mal neuere und mal ältere Bilder rauszusuchen, Fehlermeldungen zu ignorieren. Dann wieder nachsehen ob vielleicht der andere Gast-Editor vom selben Künstler bereits was reingestellt hat, ne – also rein damit. Teilweise saß ich bis zu 2h pro Tag dran, denn so einfach, wie ich mir das anfangs  vorgestellt hatte, war es nicht.

Aber es war unglaublich, auf was für Bilder ich beim genaueren Hinsehen gestoßen bin. Wie viele Portfolios ich durchgesehen habe, mit wie vielen Fotografen ich mich auseinander gesetzt habe. Ich habe Bilder entdeckt, die mich einfach nur tief berührt haben. Es war ein gänzlich grandioser Monat, mit vielen Erkenntnissen und mit viel Gefühl. Mit vielen neuen Kontakten und vielen Komplimenten.

Jedem, der gerne fotografiert und seine Bilder präsentieren möchte, kann ich diese Plattform nur ans Herz legen. Die grundlegende Qualität dort ist atemberaubend und es geht um Bilder. Und nicht um Geschnacke. Und darum, wer online am meisten zu sagen hat. Sondern um Bilder. Und darum ist es für mich selber so unglaublich schön gewesen, da für 31 Tage lang quasi im Team zu sein.

Danke an 500px.com für euer Vertrauen in mich und meinen Blick.


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