Toggle FullScreen
More Info

Von dem bedeutend mehr als „nur mal etwas schlechte Laune“

Seit gestern Abend hab ich eigentlich nur eines im Kopf. Worte tippen. Gedanken los werden. Auch wenn es vielleicht keine Sau interessiert. Denn dieser Blogeintrag hat mal rein gar nichts mit der Fotografie zu tun. Oder nur sehr vage am Rande. Oder vielleicht doch mehr, als ich gerade dachte? Denn während des Schreibens merke ich, wie sich auch hier die Gedanken weiter auf der Achterbahn bewegen.

Normalerweise halte ich mich fern von jeglichen  online erscheinenden „R.I.P“ Beiträgen, denn in vielerlei Fällen kann und will ich einfach nichts dazu sagen. Und dann erreicht mich gestern Abend die Nachricht, dass Chester sich wohl – wenn dies aus den Medien denn stimmt – entschieden hat, hier auf der Erde nicht weitermachen zu wollen. Und hey. Linkin Park war eine DER Bands, die mich in jungen Jahren definitiv geprägt hat. Daher berührt mich das doch sehr. Aber es berührt mich weiter mehr aus anderen Gründen.

(Vorab:  Ich steck nicht in seiner Umgebung und kannte ihn natürlich nicht persönlich. Daher die Infos, die ich in der wenigen Zeit über die öffentlichen Medien mitgekriegt habe. Um Chester geht es hier aber auch nur am Rande quasi als Einstieg.)

Sucht. Druck. Erfolg. Depression. So heißt es. Und gerade letzteres beschäftigt mich.

Wenn ich mir so manch einen Kommentar unter diesen ganzen RIP-Beiträgen durchlese könnte ich im hohen Bogen kotzen:

„So ein Egoist.“ | „Wie egoistisch kann man bitte sein.“ | „Der hätte sich mal nicht so anstellen sollen.“ | „Lässt er seine Leute einfach hängen.“ | „Wegen so ein bisschen schlechter Laune.“ | „Jeder Mensch ist mal down, bringt sich aber deswegen nicht gleich um.“

Wunderschön – NICHT! Kotzen. Aber im großen Strahl. Direkt auf solche Leute.

Ja, ich reg mich auf. Aber noch viel mehr regt es mich zum nachdenklich werden an. Wir leben doch in einer Zeit, in der bekannt sein müsste, dass das Thema Depression nicht „nur ein bisschen Traurigkeit mit sich bringt“. Und halt eben oft verknüpft ist mit dem Thema „Druck und Erfolg“ und oft auch das Thema „Sucht“ mit sich bringt.

Depression ist nicht mal ein bisschen traurig. Oder ein kleines bisschen Mimimi. Das wird auch „nicht mal eben wieder“. Warum bitte ist selbst heute diese Krankheit in vielerlei Köpfen halt eben keine Krankheit sondern lediglich ein Getue?

Das daraus resultierende ist doch gerade das, dass es so wenige (zwar immer mehr, aber dennoch zu wenige) Menschen gibt, die offen über das Thema Depression sprechen. Aus eigener Erfahrung. Mit Blick zurück in Zeiten, die anders als traurig waren. Die anders als dunkel waren. Die nämlich irgendwie gar nicht waren. Weil alles zwar irgendwie war. Aber nicht war.

Warum wird immer wieder darüber gelächelt und gedacht, dass es mit ein paar blöden Youtube-Videos getan ist. Warum wird es nicht ernst genommen, wenn jemand darüber spricht, aber dabei dennoch auch etwas Eigen-Sarkasmus fallen lässt? Warum glauben so viele Menschen immer noch, dass ein paar – zwar gut gemeinte – Sprüche das Gegenüber „natürlich aus dem traurigen Tief“ holen? Warum wird so oft nur geurteilt, aber nicht nachgefragt?

Warum regt mich das so auf? Weil ich bis zu einem großen Teil weiß, wie es sich anfühlt, wenn „das ich“ irgendwo ist, nur nicht greifbar. Wenn einfach keine Kraft da ist, obwohl irgendwo ganz weit hinten ein kleines Ich im Kopf sitzt und sagt: ‚Eigentlich könntest Du jetzt doch.‘ Weil ich weiß, wie es ist, wenn es belächelt wird. Und weil ich weiß, dass man dann eben nicht traurig ist. Oder schlecht gelaunt. Oder faul. Oder müde. Höchstens Lebensmüde.

Ich wünsche von all denen, die sich online mit oben genannten Sätzen äußern, keinem dieses Vakuum. Dieses unschöne nicht da sein, aber doch da sein. Keinem wünsche ich diese Momente in denen dieser „ist doch eh egal“ Gedanke aufkeimt. Keinem wünsch ich, dass er/sie je in so einem Moment ankommt, in dem es einfach keinen anderen Ausweg mehr gibt, als zu gehen.

KEINEM!

Schaut Euch um und hört vor allem zu. Hört vor allem auf die Zeilen zwischen dem Gesprochenen. Nicht jeder spricht gerne offen oder kann sich öffnen. Aber ich bin der festen Meinung, mit etwas Empathie und dem Gefühl für das Gegenüber können eventuelle Anzeichen „gesehen werden“.

Und wer nun bis hierhin gelesen hat – erstmal Danke. Das ist nämlich wichtig. Und dann auch noch eine kurze persönliche Information:

Mir geht es gut. Es ist lange her, seit ich in den Vakuum-Momenten gesessen habe. Und ich bin froh darüber, dass es so ist wie es jetzt  ist. Dass „sie“ nur noch von sehr, sehr weit her manchmal versucht zu winken und sich in Erinnerung zu bringen. Ich wink dann zurück und wünsch ihr weiterhin eine gute Reise. „Sie“ wird es vermutlich immer wieder versuchen. Soll „sie“.

(Und für jede/n, der/die jetzt meint, sowas hätte auf meiner Website nichts zu suchen – das ist schön für Dich. Ich finde schon. Denn es war  ein Teil von mir und wird dementsprechend auch einer bleiben. Und da die Fotografie oft ein Ventil für mich ist, um nicht auf den absurden Gedanken zu kommen, „ihr“ ein kleines bisschen entgegen zu gehen, finde ich: Doch – das hat hier was zu suchen.)


This Post Has 33 Comments:
  • Andreas says:Juli 21, 2017 at 8:30

    Danke!

    Reply
    • Sandra says:Juli 21, 2017 at 8:34

      Ich danke für’s Lesen!

      Reply
  • Schattenkämpferin says:Juli 21, 2017 at 8:44

    Danke.

    Ich bin fassungslos über all diese Aussagen. Und mir fällt dazu einfach nichts ein. Ich kann nicht einmal mehr den Kopf schütteln.

    Es tut weh. So weh. Und ich könnte ununterbrochen heulen.
    Aber wir müssen funktionieren. Irgendwie. Denn es geht weiter. Irgendwie.

    Die Frage ist nur: Wie lange noch? Was ist noch nötig, um die Gesellschaft endlich aufzuwecken? Was braucht es, dass Depression endlich als das Monster erkannt wird, das sie ist? Dass man sie endlich ernst nimmt?

    Ich habe das große Glück, von Menschen umgeben zu sein, die mich verstehen. Oder es zumindest versuchen. Und ich bin sicher, dass Chester ebenfalls solche Menschen in seinem Leben hatte.

    Nur … manchmal reicht es eben einfach nicht.

    Deshalb: Danke.
    Ich werde später, vielleicht, irgendwann, auch noch einen Artikel schreiben.

    Jess

    Reply
    • Sandra says:Juli 21, 2017 at 8:46

      Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und dass du „ihr“ vielleicht irgendwann auch nur noch aus der Ferne mal zuwinkst. Von Herzen!

      Reply
    • Franziska says:Juli 21, 2017 at 10:58

      Liebe Jess,

      Du bist nicht allein! Ich schleppe dieses Biest auch mit mir rum und weiß, dass es nicht einfach wieder verschwindet. Aber ich kann dir sagen, dass irgendwann auch bessere Zeiten kommen. Das fällt mir in meinen schlimmen Zeiten auch jedes Mal schwer zu glauben, aber irgendwann wird es doch (oft einfach so) wieder ein bisschen heller!

      Apropos, gegen Ende meiner schlimmsten Phase habe ich ein Buch gelesen, was mir bei deinem Kommentar wieder in den Sinn kam. Ich kann es von Herzen empfehlen: „Das Monster, die Hoffnung und ich“. In einer Autobiographie schildert Sally Brampton (selber Journalistin) ihren Weg mit dem Monster im Gepäck. Im Übrigen ist der Titel Programm und macht wirklich Mut, dass man trotz der Schwere dieser Erkrankung das Leben irgendwann doch wieder in die Hand nehmen kann.

      Alles Gute!
      Franziska

      Reply
  • Jürgen says:Juli 21, 2017 at 8:49

    Ich kann jedes einzelne Wort dick unterstreichen. Leider infolge eigener Erfahrungen.

    Danke für den Artikel, und Danke an Tobi, dessen Link ich hierher gefolgt bin.

    Lieben Gruß
    Jürgen

    Reply
    • Sandra says:Juli 21, 2017 at 8:50

      Alles Gute Dir!

      Reply
  • Jessman5 says:Juli 21, 2017 at 8:59

    Danke für deine Worte!
    Habe deinen Blogpost über den lieben Tobi gefunden.

    Das ist alles so unendlich traurig. Zum Einen, dass wieder ein guter Mensch, gegangen ist und zum Anderen, dass es so viele Menschen gibt, die so einen Bullshit von sich geben. Ich hatte das gestern Abend im Radio gehört und die ersten Gedanken waren „Scheiße.“ und „Ob er wohl auch Depressionen hatte?“. Man weiß es ja noch nicht, ob es wirklich Suizid war aber mir persönlich macht trotzdem das eine Scheißangst.
    Könnte ich meine Gedanken in Worte fassen würde das hier ein laaanges Kommentar werden, aber da ist gerade alles kreuz und quer in meinem Kopf und es kann nicht raus. Daher belasse ich es hierbei. Du hast ja schon so viel gesagt, was ich auch genau so sehe, daher ist das auch gar nicht mehr notwendig.
    Das Einzige was ich dazu noch rausbekomme ist: Jetzt ist er frei.
    Nochmal, Danke für deine Worte!

    —Jessman5

    PS: Deine Bilder sind wirklich schön!

    Reply
    • Sandra says:Juli 21, 2017 at 9:00

      Vielen Dank. Und auf Freiheit. In jeglicher Form.

      Reply
  • Claudia says:Juli 21, 2017 at 9:05

    Leider ist es immer noch so, dass einige pysische Krankheiten nicht ernst genommem werden. Selbst ein gebrochener Zeh bekommt mehr Mitgefühl.Man sieht das Leid eben nicht. Und das wir versuchen am.Leben teil zu nehmen , wird uns zum Verhängnis…..weil “ siehst Du? es geht doch !
    Ich habe keine Depression – dafür eine Angst/Panik Störung. Ähnlich beschissen.
    Ich weine um jeden Menschen, der sich wegen so einer Krankheit nicht mehr anders zu helfen weiss als zu gehen.
    Der Text ist super!!!!

    Reply
    • Sandra says:Juli 21, 2017 at 9:06

      Ich danke dir! Und wünsch dir von Herzen alles Liebe.

      Reply
  • Noirin & Lyra says:Juli 21, 2017 at 10:04

    Die Beschreibung als Vakuum ist treffender als ich es je gehört hab. Die Fotografie war mir damals ein Ventil, doch ich hab es übertrieben und es griff auf diese um, so dass ich kurz davor war, alles hin zu schmeißen. Die Fotografie, dass frei sein darin. Glücklicherweise hatte sich mein Geist „im normalen Leben“ soweit erholt, dass ich auf einen doppelten Boden fiel. Und durch intensive Gespräche mit anderen Fotografen schaffte ich es wieder aufzustehen. Aber es war viele eigene Kopfarbeit nötig, um das zu begreifen. Und mittlerweile gibt es diesen doppelten Boden nicht mehr. Ich schwimme mit meiner Kreativität oben und klammere mich an jeden neuen Gedanken, um nicht wieder abzutauchen. Bisher funktioniert das sehr gut.
    Mein Vakuum wird täglich gespeist durch eine körperliche Disfunktion, die mich jeden Tag beeinflusst und eigrntlich noch nicht mal wirklich körperlich ist, sich nur so auswirkt und im Kopf beginnt.

    Danke!

    Reply
    • Sandra says:Juli 21, 2017 at 10:07

      Meine Liebe – ich wünsche dir, dass der Boden sich bald wieder verdoppelt. Sehr!

      Reply
  • Florian says:Juli 21, 2017 at 10:43

    Hallo Sandra,

    ich bin über Tobi Katze auf deinen Text aufmerksam geworden, der ihn auf Facebook verlinkt hat. Ich wollte Danke sagen für deine klaren, offenen Worte. Ich selbst befinde mich gerade in einer psychosomatischen Klinik, habe es also endlich geschafft, mir wirklich Hilfe zu holen und bin derzeit auf einem guten Weg.

    Die Reaktionen der Gesellschaft auf Suizid kotzen mich allerdings auch richtig übel an. Daher noch einmal: Danke.

    Liebe Grüße
    Florian

    Reply
    • Sandra says:Juli 21, 2017 at 10:44

      Florian, ich wünsche dir alles Gute und auf einen weiteren guten Weg!

      Reply
  • Susi Sommer says:Juli 21, 2017 at 11:48

    aus tiefsten Herzen… DANKE!!!!!

    Reply
  • Ela says:Juli 21, 2017 at 12:53

    Hallo Sandra,
    bin auch Tobis Link gefolgt. Danke für deine Worte. Erst durch sie habe ich gemerkt wie sehr mich Chesters Tod doch beschäftigt.
    Aus mehreren Gründen.
    Das Gefühl zu haben, die Pubertät und das Heranwachsen ohne seine Musik wäre schrecklich gewesen und der daraus resultierende Dank und Wertschätzung ihm gegenüber. Die Traurigkeit, dass er leider nur diesen letzten Ausweg für sich gesehen hat.
    Dann die Gedanken an den Selbstmord meines Bruders in fast dem gleichen Alter und das Hochkommen dieser, in meinen Knochen manifestierten Traurigkeit und Hilflosigkeit.
    Ich habe es nicht kommen sehen. Es hat eine Wunde gerissen, die niemals verheilt, da er einfach fehlt. So oft.
    So wünsche ich mir einfach jeden Tag, dass es ihm gut geht, wie ich es jetzt auch Chester wünsche.
    Für die Menschen da draußen wünsche ich mir offene Herzen und Ohren, damit sie begreifen und die Krankheit und die betroffenen Menschen endlich verstehen oder es zumindest versuchen.
    Viel Kraft an Alle da draußen die das kleine Monster irgendwo in sich tragen und dass sie nie vergessen, sie werden hier geliebt. Egal wie.

    Reply
    • Sandra says:Juli 21, 2017 at 12:56

      Und Dir wünsche ich auch den Mut, den Weg mit deinen Erfahrungen weiterzugehen!

      Reply
  • Jessie says:Juli 21, 2017 at 17:36

    Danke für den Eintrag und deine Worte.. Mehr kann ich grade nicht dazu sagen..
    Sehr stark jedenfalls!

    Reply
  • Steffi says:Juli 21, 2017 at 22:52

    Ich bin über den Link von Tobi Katze auf deinen Text gestoßen. Vielen Dank, dass du deine Gedanken mit uns geteilt hast! Mir fällt es oft schwer, das Thema Depression in Worte zu fassen, obwohl es mir schon seit so langer Zeit vertraut ist. Unendlich schwerer wiegt das Thema Suizid – Gedanken, Ideen, die sich aufdrängen, der Moment, in dem auch keine Angst mehr da ist. Ich wünschte, dass jeder in dieser Situation jemanden hat, der ihn an der Hand nimmt und adäquater Hilfe zuführt. Ich hatte das große Glück und bin unendlich dankbar dafür, weil ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, dennoch wird es ein Kampf bleiben….

    Reply
    • Sandra says:Juli 22, 2017 at 6:56

      Alles Liebe dir!

      Reply
  • Sonja says:Juli 21, 2017 at 23:53

    Wow… das sind echt bewegende Worte. Wahre Worte. Da steckt so viel drin, wo ich mich wiedergefunden habe. Zu Tränen gerührt. Danke für das Geschriebene. Danke für die Ehrkichkeit und Offenheit. Das ist wirklich, wirklich wichtig. Nicht nur für die Leute, die diese bescheuerten Kommentare schreiben, sondern mindestens genauso wichtig für Betroffene. FInde ich. Es gibt einem das Gefühl, nicht alleine zu sein. Mit dem Monster. Es macht einen etwas stärker zu wissen, dass man nicht selber der Idiot ist, sondern die, die ernsthaft glauben, dass sie Dich aufmuntern würden mit Sprüchen wie „ich schiebe auch manchmal die Dinge auf oder habe keine Lust, etwas zu machen – das geht vorbei (und ist doch kein Grund monatelang nicht arbeiten zu gehen!)“.
    Ich selber stecke mitten drin. Versuche dagegen anzukämpfen. Mit allen angebotenen Mitteln. Und trotzdem – ich habe immer öfter das Gefühl, dass es keinen Sinn mehr macht. Und dann lese ich Deinen Text und bin echt tief berührt. Danke. Ich werde weiterkämpfen 🙂 Und natürlich auch ein dickes Danke an Tobi, über dessen Link auch ich zu Deiner Seite gekommen bin. Und Deine Bilder sind echt der Hammer!!!

    Reply
    • Sandra says:Juli 22, 2017 at 6:55

      Tausend lieben Dank für deine Worte. Ich wünsch dir von Herzen alles Liebe und einen positiv verlaufenden Weg sowie Menschen, die deinen Rücken stärken.

      Reply
  • Claudia says:Juli 22, 2017 at 15:35

    Danke für diese Worte. Du sprichst mir aus der Seele. Aber es gibt ja nicht nur diese „Nicht-Versteher“, sondern plötzlich auch die erschrockenen Verständnisvollen.Wenn ein Promi Suizid begeht, ohje, finden es alle so tragisch. Es wird darüber diskutiert, wie man solchen Menschen helfen könnte…..blablabla…
    Die gleichen Leute zucken aber zusammen, wenn ich ihnen von meinen Gedanken erzähle. Möchten nichts davon hören, dass ich im Januar auch soweit war. Ich nutze diese Aufmerksamkeit nach Chesters Tod auch gerade und veröffentliche aufklärende Berichte. Die Reaktionen darauf sind sehr zurückhaltend. Ich find das sehr schade.
    Danke dir für diesen Text.

    Reply
  • Christine says:Juli 22, 2017 at 15:50

    Danke für deine Worte. Nur wer “ihr“ schon begegnet ist, weiß wie es sich wirklich anfühlt. Und es wirklich Zeit, das die Menschen ihre Vorurteile über Bord werfen. Und versuchen zu verstehen!!

    Reply
  • Stefan says:Juli 22, 2017 at 15:59

    Hallo Sandra,

    ich weiß jetzt gar nicht mehr genau, wie ich hier gelandet bin. Irgendwie über Facebook.

    Deine Worte sind stark und so wahr.
    Depressionen haben etwas mit Gefühlen zu tun. Gefühle sind in der Gesellschaft heute aber irgendwie nicht so wirklich gefragt. Gefühle und Leistungsdruck passen nicht zusammen.
    Obwohl schon einige „schlaue“ Menschen festgestellt haben, dass Gefühlsmenschen ohne unter Druck gesetzt zu werden, ihr ganzes Potential der Gesellschaft, den Unternehmen sogar freiwillig zur Verfügung stellen. Mehr und effizientere Ergebnisse bringen können.
    Nur scheint das eine Erkenntnis zu sein, die niemanden interessiert.

    Und ja, fotografieren hat sehr viel mit Depressionen und Gefühlen zu tun.
    Ist bei mir genauso.

    Vielen Dank für Deinen Text.

    Gruß Stefan

    Reply
  • Tanja says:Juli 22, 2017 at 17:05

    Ich bin immer wieder dankbar für Menschen wie Dich, die meine Gefühle, Gedanken und Zustände in Worte fassen können.
    Herzlichen Dank.
    Denn obwohl ich mich professionell schon so lange mit mir und der Depression beschäftige, bin ich nicht wirklich in der Lage mein Empfinden und Befinden so klar auszudrücken.
    Bestimmt eines Tages.
    Bis dahin lese ich gerne in den Gedanken der Anderen.
    Danke.

    Reply
  • Sascha says:Juli 23, 2017 at 11:21

    Danke!

    Reply
  • Stefan Brodkorb says:Juli 23, 2017 at 20:18

    Danke für diesen treffenden Text. Bei mir war der Punkt an Heilig Abend 2016 erreicht. Ohne meinen Hund wäre ich nicht mehr hier. Ich war zweieinhalb Monate im Krankenhaus in der Psychiatrie. Jetzt versuche ich mich wieder ins normale Leben zurück zu kämpfen. Es ist nicht leicht, aber habe ich eine Wahl ? Nein !!
    Irgendwie muss es weitergehen.

    Reply
  • Coetzer says:Juli 29, 2017 at 11:12

    Does Sandra have a flickr account?

    Reply
  • […] Sandra Limberg auf ihrer Seite Sollena Photography benannt worden, die insgesamt auch einen sehr guten Text zum Thema verfasst […]

    Reply
  • Proserpina says:August 10, 2017 at 14:49

    Der Text spricht mir aus der Seele! Ich habe noch immer nicht die richtigen Worte für den Tod von Chester gefunden… Aber ich möchte unbedingt noch meine Gedanken dazu los werden. Mir ist das ein Anliegen, weil ich selbst schwer depressionskrank bin und mich aktuell in Therapie befinde.

    Es ist traurig und tragisch, dass die Gesellschaft es immer noch verleugnet und nicht wahr nimmt… Aussagen, wie hab dich nicht so, kenne ich leider auch – besonders schlimm, wenn es aus dem engsten Umfeld kommt.

    Toller Beitrag!

    Liebe Grüsse
    Proserpina

    Reply

Leave a reply:

* required