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Vom Prioritäten setzen und dem Nichtverständnis von so manch Zeitgenossen

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„Ist halt schon scheiße, dass man bei dir so lange warten muss bis du endlich mal Zeit findest für ein Shooting.“ | „Du hast doch aber gesagt, dass eventuell im September Zeit ist. Und jetzt doch wieder nicht.“ | „Wie arrogant, dass du deine Versprechen nicht hältst.“ | Hier beliebige Fortsetzung ähnlicher Sätze möglich…

Joa mag sein. Ist halt aber dann so.

Ganz ehrlich. Was mich da in den letzten paar  Wochen wieder für Nachrichten erreicht haben – in meinen Augen, Ohren und Gedanken absolut unverschämt. Ich kann gerade einfach nur mit dem Kopf schütteln und zweifle einmal mehr wieder an einem großen Teil der Menschheit. Wo hat sich der – meines Erachtens notwendige – Respekt vor dem Gegenüber nur versteckt…

Ja. Ich habe in ein paar Fällen  irgendwann gesagt, dass es ggf. im September oder Oktober wieder Möglichkeiten gäbe und dass ich mir so manch einen Namen auch auf meine Merkliste schreibe. Ich habe aber nie etwas zu 100 % versprochen – außer dass ich es im Kopf behalte und schaue, was wie machbar ist.

Nun geht das Leben manchmal Wege, die nicht vorhersehbar sind. Es gibt zurzeit einfach andere Prioritäten in meinem Leben. Diese sind zeitintensiv aber für mich persönlich einfach viel wichtiger gerade als Fotoshootings.

Ich werde diese Themen hier nun nicht ausbreiten. Diejenigen mit denen ich diesbezüglich geschrieben habe, kennen die Hintergründe und die Details. Indem ich in manch einem der Fälle auf Verständnis gehofft hatte, lag ich grundlegend  falsch. Ich bin von Anfang an immer ehrlich und gebe mein Möglichstes, Termine einzugehen trotz meines Alltags, in dem Langeweile, Planlosigkeit oder „oh ich hab mal einfach Zeit und weiss grad nicht was ich tun soll, ich könnte mal etwas Unterhaltung gebrauchen“ nicht gerade auf der Tagesordnung steht.

Das alles ist sehr schade und stimmt mich unglaublich nachdenklich. Es lässt mich manchmal oder gar oft (schier ver)zweifeln.

Eigentlich wollte ich hier viel mehr Text schreiben. Aber irgendwie macht es mich so radikal sprachlos. Und mir fehlen tatsächlich einfach jegliche Worte um zu beschreiben, was solche Reaktionen in meinem Kopf auslösen. Nicht, dass ich mich nun schlecht fühlen würde – denn das tue ich nicht. Ich bin in dieser und in vielerlei anderer Hinsicht  lediglich mir selber Rechenschaft schuldig. Sonst niemandem. Und nur weil ich ein „Lass mal schauen obs klappt“ oder gar ein „Nein“ parat habe anstelle von einem „aber na klar, ich ignorier ich mich selber bzw. Familie und Freunde und sag ja, damit alle weiter aussen vor zufrieden sind“, bin ich kein Arsch. Vielleicht ein bisschen „Egoist“, weil mir mein eigenes Wohl und das meines nahen Umfeldes wichtiger ist, als das Wohl und die Zufriedenheit manch anderer, der sich ein paar Fotos wünscht. (Vorzugsweise natürlich kostenlos. – Wer kennt es nicht!). Aber: ICH finde das völlig okay. Mein Kopf – um auf den Anfang dieses Abschnittes zurückzukommen – versteht es einfach nicht. Null. Nada. Vielleicht möchte er es einfach auch nicht verstehen.

Tatsache.  Jetzt ist es doch noch was mit ein paar Zeilen geworden. Und als Schlusswort möchte ich heute einen Satz zitieren, den ich vor ein paar Tagen irgendwo gelesen habe. Autor leider unbekannt:

„Wenn du versuchst es allen recht zu machen, dann hast du mit Sicherheit immer einen vergessen – Dich!“

Ich wünsch Euch ein schönes Wochenende. Und mir auch.


This Post Has 2 Comments:
  • Lena says:September 15, 2017 at 22:51

    Chapeau!

    Wahre Worte. Manchmal muss man auch an sich selbst denken.
    Auch wenn man immer meint, alle Welt geht vor. Am Ende musst Du ganz allein mit Dir zurecht kommen und niemand sonst.

    Reply
    • Sandra says:September 18, 2017 at 14:23

      Vielen lieben Dank für deine Worte – es ist in der Tat so.

      Reply

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