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Von Gedanken zu einem Jahresrückblick und Dankbarkeiten

Jahresrückblick 2017. Ich hab mir lange überlegt, ob ich das hier wirklich tippen möchte oder ob ich es lasse. Wie ihr seht, ich habe getippt.

Ich möchte mich hiermit ganz bewusst von dem „üblichen Blogging zum Ende eines Jahres hin“ abgrenzen. Mir geht es nicht darum, mich jetzt bei 5 Trilliarden Menschen zu bedanken. Mir geht es nicht darum, das Jahr hochzuloben und alles nur noch durch den Rosa-Einhorn-Glitzer-Filter zu sehen. Es soll auch keine Ode an all meine tollen Modelle werden. Denn die wissen das alles längst. Und auch die Handvoll naher Menschen in meinem Leben wissen, wie sehr ich sie schätze und gern hab.

Für mich ist dieser Text vielleicht sowas wie ein Danke an mich selber. Oder ein Danke dafür, was in den letzten Monaten in und mit mir passiert ist. Nicht nur für all das Positive. Auch für das, was schmerzhafte Spuren hinterlassen hat. Vielleicht ein Danke an die Akzeptanz. An meine Akzeptanz. Deswegen auch das Foto. Kein Firlefanz. Keine Luftschlangen und keine Sektgläser. Kein hübsch angerichteter Nachtisch für den ach so pompösen Jahreswechsel. Nur ich. In Sportklamotten. Vor einer Tür sitzend. Ungeschminkt. Akzeptanz für mich. Und nicht für etwas, was ich lediglich nach aussen bin.

Einige Menschen hab ich in diesem Jahr ziehen lassen. Davon sind welche wieder in mein Leben zurückgekehrt – hurra! Manche auch nicht. Und manche haben vielleicht noch gar nicht verstanden, dass ich sie hab ziehen lassen. Viele Jahre hab ich mit solchen Situationen richtig zu kämpfen gehabt. War wütend. War sauer. Hab stets die Fehler bei mir gesucht. War dann wütend auf mich selber. Weil ich ja soviel falsch gemacht habe. Heute denke ich an diese Menschen, bedanke mich, dass sie Teil waren und wünsche ihnen in Gedanken alles Liebe und nur das beste für den eigenen Weg. Ich habe gelernt zu akzeptieren. Und ich danke der mich mal mehr und natürlich auch mal sehr viel weniger begleitenden Akzeptanz für das Verstehen und Annehmen, dass sich manche Wege scheiden und dass dies zwar weh tut –  aber dass es so ist, wie es ist. Ich bedanke mich bei mir selber für ein Heute ohne jeglichen Groll oder ohne jegliche Wut irgendeinem anderen Menschen gegenüber.

An all die rosafluffigen Blogger da draussen, schön dass Euer publiziertes Leben auf Instagram immer zuckerwattenbombastisch ist. 😉 Danke auch hier an meine eigene Akzeptanz dafür, dass ich das a) nicht bin und b) nicht sein möchte. Da ich aber auch nicht jedem all das, was halt eben nicht so optimal wie von mir gewünscht funktioniert, auf die Nase binden mag, bleibt Privat halt eben auch zum grossen Teil Privat. Das macht für mich schon Sinn. Sonst würde ich es anders handhaben. Danke an mich, dass auch hier die Akzeptanz greift.

An meine Kilos, die sich dieses Jahr wieder auf die Waage geschlichen haben: Danke, dass ihr da seid. Danke an mich, dass ich sie akzeptieren kann. Ich gehe wohl – rein körperlich gesehen – mit der besten gesundheitlichen Verfassung seit jeher von einem Jahr in das nächste. Keine Esstörung mehr. Kein Drang mehr, die Kilos wieder – irgendwie – wegkriegen zu müssen. Danke an die Akzeptanz dafür, dass sich wohl durch Sport und vernünftige Ernährung das alles schon von alleine so einpendelt, wie es für mich selber halt gut ist. Hier gilt ein besonderer Dank dem Youtube-Kanal von Mady Morrisson (https://www.youtube.com/channel/UCHJBoCDxaCTRrwCHXEBA-BA) die mir auf wunderbare Art und Weise Meditation und Yoga näher gebracht hat. Ohne Gruppenzwang irgendwo in einem Yogazentrum. Danke Akzeptanz, dass ich mich auch da nicht mehr verbiegen möchte.

Die Fotografie – stets begleitend. Auch hier hab ich mich viel in Akzeptanz geübt. Dafür, dass Menschen einfach für Shootings bei mir nicht bezahlen möchten. Hey es ist okay. Ich gehe andere Wege. Danke Akzeptanz dafür, dass ich nun mal nicht die Socialmedia-Queen bin und ständig überall und stets die Handy-Kamera mitlaufen lasse um zu zeigen, wie geil ich bin. Auch das ist okay. Die Leute die mich finden sollen, werden dies tun. Ich hab fotografisch so ein bombastisches Jahr hinter mir (mit tollen Menschen, Inspirationen und Kontakten) und noch ein geileres vor mir – ICH BIN DANKBAR für meinen Weg.

Und wer jetzt glaubt, dass weil wegen soviel Dankbarkeit auch bei mir alles nur Zuckerwatte und Einhorn ist – ne. Sorry. Ich führ hier ein reales Leben. MIt allen Höhen und Tiefen. Mit Freude aber auch mit Herzschmerz. Mit Menschen und ohne Menschen. Mal mit mehr sozialer Kompetenz, mal mit weniger. 2017 war ein Auf und Ab. Fotografisch wie auch privat.

Jedoch sitze ich heute hier und akzeptiere auch das. Akzeptiere, dass mein Jahr nicht so endet, wie ich es in meinem eigenen kleinen Gehirn geplant hatte. Sondern anders. Und auch wenn das nicht wirklich schön ist, ist es vielleicht für irgendwas gut. Nein nicht vielleicht. Sogar ganz bestimmt. Irgendwann wird es sich mir erschliessen. Und so werde ich dieses Jahr mit Akzeptanz abschliessen und damit, mir selber in welcher Art und Weise auch immer, Gutes zu tun. Yoga, Meditation und Sport gab es schon. Ich werd wohl den Übergang zum neuen Jahr schaffen und die Wikinger-Schilde weiter bespassen, die hier noch auf mich warten. Und ich schicke gerade jetzt einer handvoll besonderer Menschen ganz viel Liebe in Gedanken. Wenn Ihr das lest, wisst Ihr, dass ich Euch meine.

Mein Wunsch an alle, die unzufrieden sind mit sich und ihrem Leben, weil es allen anderen ja (laut Instagram, FB und Youtube) ja soviel besser geht – bleibt bei Euch. Auch die ganzen Blogger führen nebst den Rosa-Fluffy-Glitzer Bilder ein Leben, was mit Sicherheit nicht immer nur in Regenbogenfarben strahlt sondern auch mal rabenschwarz ist. Nur schwarz kommt auf Socialmedia nicht wirklich an.

Und da es für mich morgen nicht anders weitergeht, als es heute aufhört und sich lediglich die Jahreszahl ändert, wünsch Ich euch keinen guten Rutsch. Und kein frohes neues Jahr. Ich wünsch Euch einfach nur viel Gutes. Egal an welchem Tag, in welchem Monat und in welchem Jahr.

PS: Ich habe meine Tochter in Sachen vollumfänglicher Dankbarkeit nicht vergessen in diesem Text – für alle, die mich persönlich mit ihr kennen. Aber sie ist Privat. Und bleibt Privat. 😉


This Post Has 6 Comments:
  • Mirja says:Dezember 31, 2017 at 11:29

    Danke für diesen Text. Und dass Du ihn nicht privat gelassen hast. Ich wünsche Dir einen guten Abend, eine schöne Nacht und einen sehr schönen Morgen! Bleib so nah bei Dir, wie Du jetzt bist.
    Alles Liebe, Deine Mirja

    Reply
    • Sandra says:Dezember 31, 2017 at 11:30

      Liebe Mirja, ich danke dir fürs kommentieren. Und schick dir liebe Gedanken!

      Reply
  • Christina says:Dezember 31, 2017 at 13:44

    Danke Liebes, für dein Da sein! Für deine Gedanken hier und anderswo und deine Inspiration in so vielem! :-*
    Drück Dich

    Reply
    • Sandra says:Dezember 31, 2017 at 15:06

      Ich sag auch Danke und drück zurück. :*

      Reply
  • Rene says:Dezember 31, 2017 at 14:52

    Sehr schöner Text und spiegelt im großen das wieder, was ich jedem wünschen würde. Frieden zu schliessen mit sich und seinem Leben sprich Körper und Geist zu vereinen und wenn man mit seinem Leben nicht zufrieden ist anfangen einen Weg zu finden glücklicher zu werden, aber nicht in Abhängigkeit zu anderen sondern für sich selbst ! Mein Weg hat irgendwie 2012 angefangen ab 2013 habe ich damit begonnen mir Gedanken darüber zu machen, was ich für mich brauche um glücklich zu sein… Die Fotografie hat mich seitdem noch viel stärker begleitet als vorher und ich freue mich diesen Weg auch 2018 weiter zu gehen ohne zu wissen wohin er mich führen wird….! Ich glaube es ist wichtig sich nicht zu viele hohe Ziele zu setzen und man hinterher zweifelt weil man es nicht erreicht hat. Wenn man nicht so viel erwartet passieren die besten Dinge man muss sie dann nur erkennen und zugreifen…. EINFACH MAL LEBEN IN 2018 😀

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    • Sandra says:Dezember 31, 2017 at 15:07

      Schön, dass du alles gelesen hast. 🙂

      Reply

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